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Uncanny Valley Podcast

words & music 
smoke & leaves 
dub & rave 

much love to Uncanny Valley for having us!

Interview

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And high five GROOVE-Magazin, big thanks for nominating our Uncanny Valley podcast as one of this month’s best five mixes. 
Also please head over to Groove’s website, a real and thoughtful article accompanies the selections, which is an absolute breath of fresh air in today’s state of music journalism. Another high five for that, we really appreciate it.

GROOVE – Die 5 besten Mixe im November

„Egal wie oft man es sich jedes Jahr aufs Neue vornimmt: Die Zeit von November bis Weihnachten gleicht bei den meisten eher einem Marathonlauf, als einer tatsächlich besinnlichen Zeit. Da kommt etwas Meditation für die Ohren gerade recht. „Setzen Sie sich bequem und entspannt hin. Achten Sie dabei auf Ihren Atem. Atmen Sie nicht schneller oder langsamer, als es Ihnen Ihr Rhythmus gerade vorgibt.“ Mit einer sanften Runde autogenem Trainings über kosmischen Synth-Spielereien beginnt der Mix des Hamburger DJ-Trios RSS Disco für das Dresdner Label Uncanny Valley. Ganze neun Minuten lang begleitet die unfassbar beruhigende Stimme den Beat und lässt den Hörer*innen Zeit, in einen echten Entspannungszustand zu kommen. „Zeit“ ist das große Stichwort bei RSS Disco: Die ursprüngliche Idee war es, in ihren Sets die 12-Inches einfach ein bisschen langsamer zu spielen und sich auf die warmen, wohlig schunkelnden Instrumentalparts hinter den Beats zu fokussieren, wie man sie etwa auf B-Seiten findet. 

In der Tat strotzt dieser Mix keinesfalls vor Hits, vielmehr lullt die Mischung aus Cosmic Disco, Slow Jazz und verträumten Housetunes wohlig ein und versetzt in einen kontemplativen Zustand. Von Sven Dohses melancholischem „Go Back“ leiten RSS Disco geschmeidig über zu Bella Boos verträumten  „Alòm“, dessen samtige Fender-Rhodes-Akkorde eine unbestimmte Nostalgie auslösen. Einschlafen ist ausdrücklich erlaubt – im Interview mit Uncanny Valley erzählt das Trio, dass Popnoname während eines ihrer Sets tatsächlich mal in der DJ-Booth auf einem Stuhl geschlafen habe. 

Ab Minute 26 nimmt das Set dann aber doch noch Fahrt auf, schraubt sich über knarzige Beats hoch wie eine rostige Maschine, um dann in „Discontinuity“ von Skymax einen ersten Peak zu erreichen. Mit unerwarteten Disco-Classics wie Bill Wymans „She Danced“ beweisen RSS Disco durchaus auch ihre Digger-Qualitäten und Affinität zu obskuren Tunes. Wer bis zum Ende durchgehalten hat, wird mit der cheesy Perle „It’s Here“ von San Proper belohnt – und deutlich entspannt zurück in den Alltag entlassen.“ Laura Aha